Museum und Fabrikssaal eröffnet | Vorchdorf Online

Museum und Fabrikssaal eröffnet

Hunderte Besucher bei „Gemma Museum schauen“ am Tag der offenen Tür

Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft kamen zur Eröffnung in das „Museum der Region Vorchdorf“ und staunten nicht schlecht: In knapp 9 Monaten Bauzeit hat sich der letzte Gebäudeteil vom Lager des Gemeindebauhofs in moderne, helle Räumlichkeiten gewandelt. Das Gebäude bietet nicht nur genügend Platz für Exponate der Vorchdorfer Zeitgeschichte, sondern bringt der Almtalgemeinde einen neuen Veranstaltungsraum. Auf 600m2- wohlgemerkt vergleichbar mit der Spielfläche in der Sporthalle - entstand im Obergeschoß der „Fabrikssaal“ mit einzigartiger Backsteinoptik und sichtbarem Dachstuhl. Im wettergeschützten Übergang gelangen Besucher in das Veranstaltungszentrum Kitzmantelfabrik hinüber. „Es hat 17 Jahre gedauert“, so Architekt Franz Josef Maul bei der Eröffnung. Bereits bei den anfänglichen Überlegungen war der Fabrikssaal als Veranstaltungsraum vorgesehen, so der Welser Architekt. 

Feierliche Eröffnungam 9. November 2018

Die Eröffnungsfeier wurde vom Saxophonquartett der Marktmusik umrahmt und von Mag. Marlene Elvira Steinz moderiert. Nach einer Talkrunde mit Dr. Klaus Landa vom Museumsverband, Dr. Claudia Westreicher, OSR Alfred Hollinetz sowie Mag. Petra Zechmeister eröffneten die Ehrengäste das Museum symbolisch mit dem Durchschnitt eines goldenen Bandes. 

Bei seiner Ausführung betonte Dr. Klaus Landa den „Ort Museum“: Es ist ein Raum für Kunst und Kultur aber auch für Freizeit und Menschen, so der Vertreter des Museumsverbandes. OSR Alfred Hollinetz bestätigte dies, indem er betonte, dass hinter jedem Exponat jene Menge Arbeit stecke. „Man sieht nur 25 % oder weniger“, so das langjährige aktive Mitglied des Heimat- und Kulturvereins. 75 % der Zeit stecken in Arbeiten hinter den Kulissen, wie der Recherche, Dokumentation und Aufbereitung der Ausstellungsstücke. Bürgermeister DI Gunter Schimpl bedankte sich ausdrücklich bei Dr. Claudia Westreicher und ihrem Team, die unter besonderen Bedingungen die erste Ausstellung im neuen Museum aufbereitet haben. „Wir sind noch nicht fertig“, so die Medizinalrätin. Viele Ausstellungsstücke müssen noch beschriftet und für die endgültige Präsentation vorbereitet werden. Martin Fischer zeigte beim Eröffnungsabend ein Handy-App. Mittels virtueller Schnitzeljagd soll das Museum auch für jüngere Zielgruppen interessant werden. Dank und Anerkennung gab es auch für Josef Hubmer, der stets eine vermittelnde Rolle zwischen Gemeinde und Heimat- und Kulturverein darstellte und die Kontaktperson während der Museumskonzeption und -fertigstellung war. P. Ernst Bamminger und Martin Eickhoff fanden abschließend einige besinnliche Worte und erteilten den Segen für das Gebäude. 

Großer Andrang am Tag der offenen Tür

Hunderte Besucher folgten tags darauf am 10. November 2018 der Einladung der Marktgemeinde und kamen zum Tag der offenen Tür ins Museum. Sie erlebten eine Führung durch das gesamte Gebäude der Kitzmantelfabrik mit Jugendzentrum, Probenheim der Marktmusik, Veranstaltungszentrum und Museum. 

Was beim neuen Museum auffällt, ist das überraschende Mobiliar. Viele Exponate werden erst mit dem Öffnen der Kästen sichtbar, das hatten sich viele Besucher anders vorgestellt. „Bei uns ist das Angreifen und Öffnen der Kästen ausdrücklich erwünscht!“, teilt Josef Hubmer mit. „Das Konzept ist neu und die Besucher müssen sich sicherlich noch daran gewöhnen“, so der Projektverantwortliche seitens Gemeinde.

Drei Schwerpunkte

Neben der Präsentation von Heimatgeschichte und Exponaten setzt das Museum auf drei von weitem sichtbare Schwerpunkte: Toll aufbereitet wurden die außergewöhnliche und landesweit einzigartige Pfeifensammlung sowie die wertvollen und einzigartigen Krumhuberuhren. Letztere wurden in Vorchdorf gefertigt und sind bei Sammlern weltweit hochbegehrt. Der dritte Schwerpunkt stellt die Präsentation der jüngeren Industriegeschichte anhand einer Medienwand dar. Per Knopfdruck sind Zeitzeugenvideos damaliger Arbeiter in Kitzmantelfabrik und Rittmühle zu sehen. Mag. Petra Zechmeister – der VORchdorfer Tipp berichtete im Sommer – konzipierte und realisierte das von der Leaderregion Traunstein geförderte und unter der Patronanz des Vereins „Zukunft Vorchdorf“ abgewickelte Projekt. Mit dem Videomaterial entstanden nicht nur Kurzvideosauf der Medienwand, sondern ein Pool an Zeitzeugeninterviews, die nun schrittweise der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. Darüber hinaus soll es immer wieder Themenschwerpunkte im neuen Museum geben. 

 

Text/Fotos: vorchdorfmedia e.U. - Mag. Gerhard Radner

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