Vortrag: Geschichte der Frau "Philosophisches Matriarchat" | Vorchdorf Online

Vortrag: Geschichte der Frau "Philosophisches Matriarchat"

Datum:Donnerstag, 14.09.2017, 18:30h
Wo:Kitzmantelfabrik Vorchdorf
Veranstalter:Mag. Marlene Elvira Steinz

I. Teil der 4-teiligen Vortragsreihe zum Thema die "Geschichte der Frau".

Vortrag: Dauer ca. 1 h anschl. Möglichkeit zur offenen Gesprächsrunde; für Getränke vorort ist gesorgt.

Der kulturgeschichtliche Beginn der Vortragsreihe erzählt von der sumerischen Göttin Inanna aus dem 3. Jahrtausend vor Christus. Sie wird durch die Priesterkönigin verkörpert und symbolisiert die Macht des Himmels. Dabei werden die Bezüge zur Bibel angeführt. Die erste schriftlich überlieferte “patriarchale Schöpfungsgeschichte” stammt aus der Zeit um 1750 vor Christus, der ersten babylonischen Dynastie. Dazu folgt eine kurze Einführung in das Schöpfungsgedicht “Enuma Elisch".

Bereits um 1600 vor Christus gehören Schlangen auf Kreta zu den zentralen Bildern der Göttinnenverehrung. Eine Verbindung von Göttin und Schlange ist auch in der sumerischen Inanna, der ägyptischen Hathor und der griechischen Athene dokumentiert. Delphi, um 1150 vor Christus als kultisches Zentrum der sogenannten klassischen griechischen Kultur, zeigt den Kampf zwischen vorheriger Frauen- und neuer Männerkultur besonders eindrucksvoll. Nach damaliger Vorstellung war Delphi das Zentrum der Welt. Hier wohnt die Große Göttin und Mutter der Erde, Gäa. Ihr Symboltier war eine Pythonschlange. Vom Überlebenskampf der weiblichen matriarchalen Kultur gegen die Machtübernahme durch Götter und Männer zeugen Reliefs und Skulpturen im Tempel von Delphi.

Anhand einer Reihe von Philosophinnen wird die Einführung in diese Frühzeit der Weisheitsgeschichte erläutert. Von der Königin von Saba, um 950 vor Christus, weiter zur ersten delphischen Priesterin, Phemonoe und der bekannten griechischen Philosophin Sappho, aus dem 6. Jahrhundert vor Christus bis zu den berühmten männlichen Philosophen Pythagoras, Sokrates und Platon.

Die wichtigen philosophischen Frauenpersönlichkeiten Aspasia und Diotima werden durch Bildbeispiele und Schriften vorgestellt.

Die philosophische Tradition der griechischen Antike hat mit der “neuplatonischen Schule” ihr Ende gefunden. Sie steht mit ihrem Begriff der “Weltseele”, der als höchstes Wesen verstanden, mit Gott gleichgesetzt werden kann, am Anfang der “christlichen Philosophie” und zeitlich am Beginn des Mittelalters.

Der zweite Teil des ersten Vortrags behandelt die philosophische Entwicklung im Frühen Mittelalter mit Schwerpunkt auf die wichtigsten überlieferten Frauenpersönlichkeiten. Hypatia von Alexandria lebte im 4. Jahrhundert nach Christus und vermittelte Wissen von Sokrates und Platon. Kaiserin Eudokia Makrembolitissa, die im 11. Jahrhundert lebte, sei „eine zweite Theano und Hypatia“ genannt worden. 

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