Vortrag: Geschichte der Frau "Politisch starke Frauen im Mittelalter" | Vorchdorf Online

Vortrag: Geschichte der Frau "Politisch starke Frauen im Mittelalter"

Datum:Donnerstag, 12.10.2017, 18:30h
Wo:Kitzmantelfabrik Vorchdorf
Veranstalter:Mag. Marlene Elvira Steinz

IV. Teil der 4-teiligen Vortragsreihe zum Thema "Geschichte der Frau"

Vortrag: Dauer ca. 1 h anschl. Möglichkeit zur offenen Gesprächsrunde; für Getränke vorort ist gesorgt.

Die mittelalterliche Welt der Frau wird zu Beginn einführend erläutert. Diese Welt war in kirchlicher Vorstellung eine von Priestern, Nonnen und ihrem “Enthaltsamkeitsideal” bestimmte Welt. Nach der Antike mit ihren “leibfreundlichen” Theatern, Thermen, Stadien und Arenen jetzt die Wende zu einem Mittelalter, das den Leib als Kerker der Seele verachtet. Einige Frauen sind als Herrscherinnen überliefert, als Äbtissinnen, so bekannte und überlieferte Frauen bei den Merowingern, den Karolingern und noch bei den Ottonen. Die “First Lady” des Imperiums (consors imperii), deren Stellung von der Krönungsliturgie angefangen bis hin zur faktischen Mitregentschaft oder (bei fehlenden Nachkommen) auch Alleinregentschaft beträchtlich war.

Bei Plastiken des Mittelalters werden Frauen und Männer gleichberechtigt und gleich groß dargestellt. Frauen der adligen Laiengesellschaft waren zumeist gebildeter als Männer. Diese hochadligen Frauen konnten faktisch ständig, besonders im Witwenstand beachtlichen politischen Einfluss ausüben. Der Witwenstand stand unter besonderen Schutz des Königs und war “muntfrei”. Witwen konnten über Mitgift und das vom Ehemann ererbte Vermögen verfügen und sich frei zur Wiederverheiratung entscheiden. Die vorgestellte historische Reihe der Frauen beginnt mit der byzantinischen Prinzessin Anna Komnene 1083-1153/43, Tochter Alexis I., weiters Eleonore von Aquitanien 1122-1204, die Herzogin von Aquitanien, Königin von Frankreich (1137-1152), Königin von England (1154-1189) war und u.a. auch Mutter von Richard Löwenherz, dann Jeanne d’Arc, (Johanna von Orléans 1412-1431, die französische Nationalheldin und schließlich Isabella I. von Kastilien 1451-1504, Königin von Kastilien und Léon und als Gattin Ferdinands II. auch Königin von Aragon.

Alle vorgestellten Damen, mit Ausnahme Jeanne d’Arcs, weisen sich durch ihre ausserordentlich gute Ausbildung und Erziehung am Hof aus und waren sich ihrer besonderen Verantwortung ihres Erblandes gegenüber bewußt, wählten sich ihre Ehemänner selbst aus und überließen nichts dem Zufall.  

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