Wasserkraft hat Tradition an der Alm | Vorchdorf Online

Wasserkraft hat Tradition an der Alm

60 Kleinwasserkraftwerke entlang der Alm erzeugen Ökostrom für die Region.

Der Almfluss prägt die Region in der wir leben. Er ist Lebensraum für Fisch- und Vögelarten und gerade im Sommer ein beliebter Wander- und Badefluss. Viele größere und kleinere Zuflüsse machen die Alm zu dem, was wir sehen: einen breiten Gebirgsfluss mit verhältnismäßig kaltem Wasser. Seit Generationen nutzen die Almtaler die Kraft dieses Gewässers und heute produzieren auf einer Länge von ca. 50 Kilometern rund 60 Kleinwasserkraftwerke Ökostrom für die Region und den Eigenbedarf. Der VORchdorfer Tipp hat mit DI Stefan Drack hinter die Kulissen eines dieser Kleinkraftwerke geschaut und mit dem Geschäftsführer des Vereins Kleinwasserkraft Dr. Paul Ablinger gesprochen. 

Seit Jahrhunderten wird etwa die Kraft des in der Alm fließenden Wassers genutzt. Während früher diese Energie mittels Mühlrädern in Sägewerken, Mühlen und Schmiede-Anlagen direkt genutzt wurde, erfolgt heute eine Stromgewinnung durch Kleinwasserkraftwerke. Kleinwasserkraft ist nicht nur eine ökonomische und umweltschonende Energiequelle, sondern hat hier positive Auswirkungen auf unseren Lebensraum im Almtal, etwa bei Hochwässern. Gerade im Hinblick auf Energiewende und Klimawandel spielt die Kleinwasserkraft eine wichtige Rolle, betont der Pettenbacher Paul Ablinger. Zur Zeit gibt es rund 60 Kleinwasserkraftwerke an der Alm und es gibt noch einige ungenützte Querverbauungen, die Potential für eine energetische Nutzung haben. Neben der wirtschaftlichen Bedeutung der Alm ist der Fluss mit seinen Ufern und Auen ein bedeutendes Naherholungsgebiet. An schönen Wochenenden im Sommer tummeln sich viele Erholungssuchende aus der näheren und weiteren Umgebung an den Ufern dieses noch immer naturnahen Flusses. Obwohl immer wieder über einen schlechten Gewässerzustand der Alm geklagt wird, besitzt sie nach wie vor eine sehr gute Wasserqualität und zählt zu den saubersten Flüssen Österreichs.

Ökostrom für die Region aus Mühltal

Eines der Kleinwasserkraftwerke ist jenes von K.u.F. Drack in Mühltal. Geschäftsführer Stefan Drack ist überzeugt, dass die regionale Stromgewinnung ein Schlüssel zur Nachhaltigkeit der Zukunft ist. Der Almtaler Vorzeigebetrieb unterhält insgesamt 9 Anlagen entlang der Alm. Pro Jahr erzeugt Drack in Mühltal ca. 3.600 MWh und liefert sauberen Ökostrom aus der Region in etwa 1.000 Haushalte. 

Fakten Kleinwasserkraftwerke

Derzeit speisen in Österreich ca. 3.100 Kleinwasserkraftwerke CO2-freien Öko-strom in das öffentliche Netz ein. Sie decken damit ca. 10 % des nationalen Strombedarfs bzw. versorgen rund 1,7 Mio. Haushalte mit elektrischer Energie. Durch die Nutzung der Kleinwasserkraft können jährlich rund 6 Mio. Tonnen CO2 eingespart werden, die bei der Stromproduktion aus fossilen Energieträgern entstehen würden.

  • In Oberösterreich gibt es rund 660 Kleinwasserkraftwerke. Sie...
  • liefern jährlich ca. 690 Mio. kWh Ökostrom ins öffentliche Netz
  • versorgen ca. 200.000 Haushalte
  • vermeiden jährlich ca. 480.000 Tonnen CO2 im Vergleich zur Stromproduktion mit fossilen Energieträgern.

 

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