Einmal Ukraine und zurück

Nächster Halt: Vorchdorf

In der Nacht zum 5. März sind die drei Vorchdorfer Alex Schuster, Hannes Sappl und Christian Wiedl mit dessen Reisebus gen Osten zur ukrainischen Grenze gefahren. Mit an Board hatten sie Hilfsgüter für gestrandete Flüchtlinge. Koordiniert wurde die Aktion von einer Hilfsorganisation in Österreich. Nach einem Umweg mussten sie die ukrainische Grenze überqueren, um zu den ausgewählten Familien zu kommen. Darunter befinden sind ausschließlich Frauen mit Kindern, auch Kleinstkindern und ein Hund. Die ältesten Frauen sind um die 60 Jahre, das jüngste Kind ist ein Jahr alt.

Die Lage ist dramatisch, schilderte Vbgm. Alex Schuster seine Erlebnisse im polnisch-ukrainischen Grenzgebiet. Tausende warten auf die Einreise in die EU, unzählige Busse und Kleinbusse säumen die Straßen. Dass die Fahrt nicht nur logistisch, sondern auch menschlich eine Herausforderung sein würde, war den drei Vorchdorfern bewusst. „Doch was wir hier sehen übertrifft selbst die kühnsten Erwartungen“, so Schuster in einem Telefonat mit vorchdorfonline. 

Am Sonntag 6. März 2022 Nachmittag begaben sich die drei Vorchdorfer mit den fünf Familien auf den Rückweg nach Vorchdorf. Die Menschen kommen aus der ganzen Ukraine verstreut, eine Kiewerin kann etwas Englisch. Die Kommunikation ist nicht einfach, doch die Frauen und Kinder sind froh, in einem warmen Bus zu sitzen. In Polen stieg eine Dolmetscherin zu und es wurden die notwendigsten medizinischen Fragen abgeklärt. 

Der nächste Halt ist Vorchdorf. Der Reisebus erreichte schließlich am Montag 7. März in der Früh Vorchdorf. Man war in enger Abstimmung mit der Gemeinde und erste Unterkünfte für die Geflüchteten wurden organisiert. Sollte jemand bereit sein, grundsätzlich Flüchtlinge bei sich zu Hause oder in einem leerstehenden Haus unterzubringen, bitte direkt bei der Gemeinde melden. 

Die Aktion von Sappl, Schuster und Wiedl war eine der ersten Hilfsaktionen in Vorchdorf. Großen Anklang fand auch die „Pop-up-Sammelstelle“ des Otelo, organisiert von Martin Hollinetz und seinem Team. Über soziale Netzwerke wurde die Bevölkerung mobilisiert und ein Sachspendenaufruf gestartet.

Link zum Facebook-Kanal von Alex Schuster mit Vorort-Videos

Text: vorchdorfmedia / aktualisiert: Mo 7.3.2022 - 7:50 Uhr  

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